So rechnen wir: Daten, Annahmen, Quellen
Alle Zahlen auf dieser Seite kommen aus echten Börsenpreisen. Wo wir Annahmen treffen müssen, stehen sie hier – mit Zahl, damit Sie sie prüfen und im Rechner ändern können.
Börsenpreise
Wir verwenden den Day-Ahead-Preis der Gebotszone Deutschland-Luxemburg (DE-LU), wie ihn Energy-Charts des Fraunhofer ISE bereitstellt. Die Daten selbst stammen von der Bundesnetzagentur | SMARD.de und stehen unter der Lizenz CC BY 4.0. Fällt Energy-Charts aus, laden wir dieselben Preise direkt bei SMARD, der Strommarktdaten-Plattform der Bundesnetzagentur; beide Wege stimmen bei unseren Stichproben auf den Cent überein. Wir laden die Preise viermal täglich und speichern sie selbst – die Seite fragt keine fremden Dienste ab, während Sie lesen.
Bis 30. September 2025 gab es einen Preis je Stunde, seit 1. Oktober 2025 einen je Viertelstunde. Stundenwerte sind dann das Mittel der vier Viertelstunden. Alle Uhrzeiten sind deutsche Ortszeit; am Tag der Zeitumstellung hat der Tag 23 oder 25 Stunden. Der Börsenpreis ist netto: ohne Mehrwertsteuer, Netzentgelt, Stromsteuer, Umlagen und Aufschlag des Anbieters.
Datenstand: 1.371 Tage vom 1. Januar 2023 bis 2. Oktober 2026, zuletzt aktualisiert 2026-10-01 14:50 Uhr.
Was ein dynamischer Tarif je kWh kostet
Je Stunde: Börsenpreis × 1,19 (Mehrwertsteuer) + Netzentgelt, Steuern und Umlagen + Aufschlag des Anbieters. Standardwerte im Rechner, alle brutto:
- Netzentgelt, Steuern und Umlagen: 18,9 ct/kWh. Laut BDEW-Strompreisanalyse August 2026 entfallen auf einen durchschnittlichen Haushaltspreis 9,2 ct Netzentgelte und 12,6 ct Steuern, Abgaben und Umlagen. In den 12,6 ct steckt die Mehrwertsteuer auf den ganzen Preis; ohne den Anteil, der auf den Energiepreis entfällt, bleiben rund 18,9 ct.
- Aufschlag des Anbieters: 2,0 ct/kWh – eine Annahme; die Anbieter nennen ihn im Angebot.
- Zusatzkosten: 50 € im Jahr – eine Annahme für den intelligenten Zähler, den ein dynamischer Tarif voraussetzt, und eine etwaige Monatsgebühr des Anbieters.
- Festpreis zum Vergleich: 31,0 ct/kWh – etwa das, was Neukunden im September 2026 im Schnitt zahlten. Den Grundpreis lassen wir bei beiden Tarifen weg.
Verbrauchsprofile
Ob sich ein dynamischer Tarif lohnt, entscheidet, wann Strom verbraucht wird. Wir verteilen den Jahresverbrauch so:
- Haushalt: ein vereinfachtes Tagesprofil nach dem Muster des Standardlastprofils H0 (wenig in der Nacht, Spitze am Abend zwischen 18 und 21 Uhr), im Winter rund 30 % mehr je Tag als im Sommer.
- Wärmepumpe: 85 % des Stroms für Heizung, verteilt auf die Monate nach typischen Gradtagen (Januar 17 %, Juli 1,3 %), 15 % für Warmwasser gleichmäßig über das Jahr. Ohne Steuerung gleichmäßig über den Tag; gesteuert wandert die Hälfte des Tagesverbrauchs in die acht günstigsten Stunden des Tages.
- E-Auto: gleicher Bedarf an jedem Tag, Laden mit 11 kW. Ohne Steuerung ab 18 Uhr bis zum Ende; gesteuert in den günstigsten Stunden zwischen 18 und 7 Uhr.
Grenzen: Wir kennen weder Ihr Haus noch Ihr Wetter. Ein kalter Winter verschiebt den Heizstrom, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach verändert das Bild ganz. Die Ergebnisse zeigen, in welche Richtung es geht – nicht auf den Euro genau, was Ihre Rechnung wird.
Quellen
- Energy-Charts, Fraunhofer ISE: Day-Ahead-Börsenstrompreis DE-LU – api.energy-charts.info, CC BY 4.0
- SMARD, Bundesnetzagentur: Großhandelspreise, Marktgebiet DE/LU – smard.de, CC BY 4.0
- BDEW-Strompreisanalyse August 2026 – bdew.de